Zwei Frauen packen Kartons für den Umzug

Umzug vorbereiten: der Zeitplan, der wirklich funktioniert

Was Sie wann erledigen sollten, damit der Umzugstag ruhig bleibt. Aufgeschrieben nach über 20 Jahren und sehr vielen Umzügen.

26. September 20264 Min. Lesezeit

Ein Umzug, der am Umzugstag reibungslos läuft, wurde meistens Wochen vorher gut vorbereitet. Umgekehrt sehen wir oft, dass es am Umzugstag nicht an Kraft oder Zeit fehlt, sondern an Kleinigkeiten: dem fehlenden Halteverbot, dem nicht abgebauten Bett, der vergessenen Kellerbox. Dieser Zeitplan hilft, genau das zu vermeiden.

Drei Monate vorher: die großen Entscheidungen

Wer zur Miete wohnt, muss in der Regel mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter sein, damit dieser Monat noch mitzählt. Schriftlich und unterschrieben, eine E-Mail reicht nicht.

In diese Phase gehört auch die Frage, wie Sie umziehen wollen. Mit Umzugsfirma, mit Freunden oder gemischt? Wer eine Firma beauftragen möchte, sollte jetzt Angebote einholen, gerade für Termine am Monatsende oder in den Sommerferien. Worauf es bei der Auswahl ankommt, haben wir im Beitrag Die richtige Umzugsfirma finden zusammengefasst.

  • Mietvertrag kündigen, Übergabetermin klären
  • Angebote von Umzugsfirmen einholen und Besichtigung vereinbaren
  • Urlaub für den Umzugstag beantragen
  • Kinderbetreuung und gegebenenfalls Tierbetreuung organisieren

Sechs Wochen vorher: aussortieren

Das ist die wichtigste und meistunterschätzte Phase. Gehen Sie Raum für Raum durch und überlegen Sie bei jedem größeren Stück: Kommt das mit? Passt es in die neue Wohnung? Ein Grundriss mit Maßen hilft enorm. Wir haben schon erlebt, dass eine Schrankwand mitgenommen wurde, um in der neuen Wohnung festzustellen, dass die Wand dafür 30 Zentimeter zu kurz ist.

Was nicht mitkommt, kann verkauft, verschenkt oder entsorgt werden. In Worms können Sie Sperrmüll beim städtischen Entsorgungsbetrieb anmelden, das dauert aber manchmal einige Wochen. Wer es kurzfristig braucht, kann die Entsorgung auch über uns erledigen.

  • Keller, Dachboden und Garage durchgehen
  • Möbel ausmessen und mit dem neuen Grundriss vergleichen
  • Sperrmüll anmelden oder Entsorgung beauftragen
  • Umzugskartons besorgen

Vier Wochen vorher: Verträge und Adressen

Jetzt geht es um den Papierkram. Strom und Gas ummelden oder kündigen, Internetanschluss umziehen lassen, und zwar früh genug, weil Anbieter oft mehrere Wochen Vorlauf brauchen. Bei der Post einen Nachsendeauftrag einrichten. Und falls Sie eine Halteverbotszone brauchen: Spätestens zwei Wochen vorher muss der Antrag gestellt sein, besser früher.

  • Strom, Gas und Internet ummelden
  • Nachsendeauftrag bei der Post
  • Halteverbotszone beantragen oder bei der Umzugsfirma mitbuchen
  • Bank, Versicherungen, Arbeitgeber und Abonnements informieren
Gepackte und gestapelte Umzugskartons
Schwere Kartons nach unten, leichte nach oben: so bleibt der Stapel stabil.

Zwei Wochen vorher: packen

Fangen Sie mit den Dingen an, die Sie jetzt nicht mehr brauchen: Bücher, Deko, Wintersachen im Sommer, Sommersachen im Winter. Dann arbeiten Sie sich Raum für Raum vor. Ein paar Regeln, die wir jedem mitgeben:

Kleine Kartons für schwere Sachen. Ein großer Karton voller Bücher wiegt schnell 30 Kilogramm und reißt unten auf. Bücher gehören in kleine Kartons, Bettwäsche und Kissen in große.

Teller hochkant. Teller werden einzeln in Papier eingeschlagen und senkrecht in den Karton gestellt, wie in einem Abtropfgestell. So brechen sie deutlich seltener als flach gestapelt.

Beschriften Sie den Raum, nicht nur den Inhalt. „Küche" oben und an einer Seite, damit wir den Karton im neuen Zuhause gleich richtig abstellen. „Küche, Gewürze und Backformen" ist noch besser.

Kartons nicht überfüllen. Ein Karton sollte sich gut schließen lassen und nicht ausbeulen. Sonst lässt er sich nicht stapeln.

Die letzte Woche

Kühlschrank und Gefrierschrank abtauen, wenn sie mitkommen. Waschmaschine leer laufen lassen und Wasserzulauf schließen. Die Transportsicherung für die Waschmaschine heraussuchen, falls noch vorhanden. Und ganz wichtig: eine Tasche für den ersten Abend packen. Ladekabel, Medikamente, Dokumente, Zahnbürsten, Klopapier, ein Handtuch, Kaffee und etwas zu essen. Diese Tasche kommt in Ihr Auto, nicht in den Lkw.

Der Tag vor dem Umzug

Wenn wir die Möbel abbauen, ist am Vortag nicht mehr viel zu tun. Sorgen Sie dafür, dass Schränke leer sind und Wertsachen beiseitegelegt wurden. Klären Sie mit Nachbarn, dass der Hausflur morgen etwas länger belegt ist. Und gehen Sie früh ins Bett. Es klingt banal, aber ein ausgeschlafener Umzugstag ist ein besserer Umzugstag.

Am Umzugstag

Seien Sie da, wenn das Team kommt, und gehen Sie kurz gemeinsam durch die Wohnung. Was kommt mit? Was bleibt? Was ist besonders empfindlich? Danach können Sie sich zurücknehmen und sich um die Dinge kümmern, die nur Sie erledigen können: Zählerstände ablesen, Schlüssel übergeben, die neue Wohnung aufschließen.

In der neuen Wohnung hilft ein Zettel an jeder Tür, auf dem der Raum steht. Dann weiß jeder, wohin der Karton „Kinderzimmer 2" gehört.

Nach dem Umzug

Innerhalb von zwei Wochen müssen Sie sich beim Bürgerbüro ummelden. Dafür brauchen Sie die Wohnungsgeberbestätigung Ihres neuen Vermieters. Wer ein Auto hat, muss die Adressänderung auch in der Zulassungsbescheinigung eintragen lassen. Mehr zu diesen Pflichten und Fristen lesen Sie in unserem Beitrag Rechte und Pflichten beim Umzug.

Und dann: Kartons auspacken, Bilder aufhängen, Nachbarn kennenlernen. Den Rest regelt die Zeit.

Häufige Fragen

Wie früh sollte ich eine Umzugsfirma buchen?

Für Umzüge am Monatsende oder im Sommer am besten sechs bis acht Wochen vorher. In ruhigeren Zeiten reichen oft zwei bis drei Wochen. Kurzfristige Umzüge sind möglich, aber die Terminauswahl ist dann kleiner.

Wie viele Umzugskartons brauche ich?

Als Faustregel rechnen wir mit halb so vielen Kartons, wie die Wohnung Quadratmeter hat, also rund 35 Kartons für eine 70-Quadratmeter-Wohnung. Wer viele Bücher hat, braucht zusätzlich kleinere Bücherkartons.

Was gehört nicht in den Umzugskarton?

Dokumente, Schmuck, Bargeld, Medikamente, Ladekabel und alles, was Sie am ersten Abend brauchen. Das kommt in eine eigene Tasche, die bei Ihnen bleibt.

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