Ein Umzug, der am Umzugstag reibungslos läuft, wurde meistens Wochen vorher gut vorbereitet. Umgekehrt sehen wir oft, dass es am Umzugstag nicht an Kraft oder Zeit fehlt, sondern an Kleinigkeiten: dem fehlenden Halteverbot, dem nicht abgebauten Bett, der vergessenen Kellerbox. Dieser Zeitplan hilft, genau das zu vermeiden.
Drei Monate vorher: die großen Entscheidungen
Wer zur Miete wohnt, muss in der Regel mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter sein, damit dieser Monat noch mitzählt. Schriftlich und unterschrieben, eine E-Mail reicht nicht.
In diese Phase gehört auch die Frage, wie Sie umziehen wollen. Mit Umzugsfirma, mit Freunden oder gemischt? Wer eine Firma beauftragen möchte, sollte jetzt Angebote einholen, gerade für Termine am Monatsende oder in den Sommerferien. Worauf es bei der Auswahl ankommt, haben wir im Beitrag Die richtige Umzugsfirma finden zusammengefasst.
- Mietvertrag kündigen, Übergabetermin klären
- Angebote von Umzugsfirmen einholen und Besichtigung vereinbaren
- Urlaub für den Umzugstag beantragen
- Kinderbetreuung und gegebenenfalls Tierbetreuung organisieren
Sechs Wochen vorher: aussortieren
Das ist die wichtigste und meistunterschätzte Phase. Gehen Sie Raum für Raum durch und überlegen Sie bei jedem größeren Stück: Kommt das mit? Passt es in die neue Wohnung? Ein Grundriss mit Maßen hilft enorm. Wir haben schon erlebt, dass eine Schrankwand mitgenommen wurde, um in der neuen Wohnung festzustellen, dass die Wand dafür 30 Zentimeter zu kurz ist.
Was nicht mitkommt, kann verkauft, verschenkt oder entsorgt werden. In Worms können Sie Sperrmüll beim städtischen Entsorgungsbetrieb anmelden, das dauert aber manchmal einige Wochen. Wer es kurzfristig braucht, kann die Entsorgung auch über uns erledigen.
- Keller, Dachboden und Garage durchgehen
- Möbel ausmessen und mit dem neuen Grundriss vergleichen
- Sperrmüll anmelden oder Entsorgung beauftragen
- Umzugskartons besorgen
Vier Wochen vorher: Verträge und Adressen
Jetzt geht es um den Papierkram. Strom und Gas ummelden oder kündigen, Internetanschluss umziehen lassen, und zwar früh genug, weil Anbieter oft mehrere Wochen Vorlauf brauchen. Bei der Post einen Nachsendeauftrag einrichten. Und falls Sie eine Halteverbotszone brauchen: Spätestens zwei Wochen vorher muss der Antrag gestellt sein, besser früher.
- Strom, Gas und Internet ummelden
- Nachsendeauftrag bei der Post
- Halteverbotszone beantragen oder bei der Umzugsfirma mitbuchen
- Bank, Versicherungen, Arbeitgeber und Abonnements informieren

Zwei Wochen vorher: packen
Fangen Sie mit den Dingen an, die Sie jetzt nicht mehr brauchen: Bücher, Deko, Wintersachen im Sommer, Sommersachen im Winter. Dann arbeiten Sie sich Raum für Raum vor. Ein paar Regeln, die wir jedem mitgeben:
Kleine Kartons für schwere Sachen. Ein großer Karton voller Bücher wiegt schnell 30 Kilogramm und reißt unten auf. Bücher gehören in kleine Kartons, Bettwäsche und Kissen in große.
Teller hochkant. Teller werden einzeln in Papier eingeschlagen und senkrecht in den Karton gestellt, wie in einem Abtropfgestell. So brechen sie deutlich seltener als flach gestapelt.
Beschriften Sie den Raum, nicht nur den Inhalt. „Küche" oben und an einer Seite, damit wir den Karton im neuen Zuhause gleich richtig abstellen. „Küche, Gewürze und Backformen" ist noch besser.
Kartons nicht überfüllen. Ein Karton sollte sich gut schließen lassen und nicht ausbeulen. Sonst lässt er sich nicht stapeln.
Die letzte Woche
Kühlschrank und Gefrierschrank abtauen, wenn sie mitkommen. Waschmaschine leer laufen lassen und Wasserzulauf schließen. Die Transportsicherung für die Waschmaschine heraussuchen, falls noch vorhanden. Und ganz wichtig: eine Tasche für den ersten Abend packen. Ladekabel, Medikamente, Dokumente, Zahnbürsten, Klopapier, ein Handtuch, Kaffee und etwas zu essen. Diese Tasche kommt in Ihr Auto, nicht in den Lkw.
Der Tag vor dem Umzug
Wenn wir die Möbel abbauen, ist am Vortag nicht mehr viel zu tun. Sorgen Sie dafür, dass Schränke leer sind und Wertsachen beiseitegelegt wurden. Klären Sie mit Nachbarn, dass der Hausflur morgen etwas länger belegt ist. Und gehen Sie früh ins Bett. Es klingt banal, aber ein ausgeschlafener Umzugstag ist ein besserer Umzugstag.
Am Umzugstag
Seien Sie da, wenn das Team kommt, und gehen Sie kurz gemeinsam durch die Wohnung. Was kommt mit? Was bleibt? Was ist besonders empfindlich? Danach können Sie sich zurücknehmen und sich um die Dinge kümmern, die nur Sie erledigen können: Zählerstände ablesen, Schlüssel übergeben, die neue Wohnung aufschließen.
In der neuen Wohnung hilft ein Zettel an jeder Tür, auf dem der Raum steht. Dann weiß jeder, wohin der Karton „Kinderzimmer 2" gehört.
Nach dem Umzug
Innerhalb von zwei Wochen müssen Sie sich beim Bürgerbüro ummelden. Dafür brauchen Sie die Wohnungsgeberbestätigung Ihres neuen Vermieters. Wer ein Auto hat, muss die Adressänderung auch in der Zulassungsbescheinigung eintragen lassen. Mehr zu diesen Pflichten und Fristen lesen Sie in unserem Beitrag Rechte und Pflichten beim Umzug.
Und dann: Kartons auspacken, Bilder aufhängen, Nachbarn kennenlernen. Den Rest regelt die Zeit.


